Sonderfall Maaßen: mach die Hobby-Paranoia zum Beruf

27 Sep

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr über den Wahlkampf zum Bayerischen Landtag 2018 schreiben. Aber dann wurde dieser Maaßen befördert, und in Folge totaler Blamage aller beteiligten Parteien sehe ich mich nun genötigt erneut zur Tastatur zu greifen.

Dabei fing doch alles so harmlos an. Ende August kam es im groben Rahmen des Stadtfestes zu Chemnitz zum Handgemenge, wobei ein Deutscher erstochen wurde. Die Polizei nahm daraufhin mehrere Tatverdächtige fest. Das hätte es eigentlich schon gewesen sein können, aber wie sich herausstellte waren die Verdächtigen nicht deutschen Ursprungs, und das führte spontan zu Komplikationen. Denn hierzulande werden echte Deutsche gefälligst von echten Deutschen erstochen. Anstatt also die Polizei einfach ihre Arbeit machen zu lassen griff man in Sachsen eine handfeste Tradition im Namen des Fremdenhasses randalierend durch die Straßen zu ziehen. Also wie in Bayern, nur halt mit mehr Gewaltbereitschaft. Da haben unsere Ost-Nazis einfach demografische Vorteile.

Chemnitz via Getty Images

Nazis brauchen eigentlich keinen Grund um ihre Dummheit auszuführen. Aber wenn sie einen finden feiern sie eine schöne braune Party. via Getty Images

Im Rahmen dieser spontan zusammengeflickten Demonstrationen kam es zu unschönen Szenen bei denen anders-aussehende Mitmenschen durch die Straßen oder von Plätzen gejagt wurden. Auch das ist im AfD-geprägten Raum kein Novum mehr. Seit Jahren kursieren im Internet Videos die dokumentieren wo und wann Ausländer von Rechtsextremen angepöbelt oder angegriffen werden. Was genau also den Oberaufseher des Verfassungsschutzes, H-G Maaßen, dazu veranlasste sich ein einzelnes Video vom 26. August herauszunehemn und dessen Echtheit in Frage zu stellen lässt sich nur schwierig aufarbeiten. Vielleicht war ihm ja einfach nur langweilig. Jedenfalls ließ sich Herr Maaßen gut zwei Wochen nach der initialen Messerattacke dazu verleiten vor die Presse zu treten und die Geschehnisse zu kommentieren. Vor den Ohren des hochseriösen Boulevardpapiers „Bild“ sagte er: „Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken.“ Auf die angeblichen „Belege“ die der verfasste Schützer dabei zitiert warten wir bis heute vergeblich. Vermutlich weil er sich die genau aus der braunen Soße gezupft hat die auch seinem Chef, König Horst, als primäre Ideenquelle dient.

Jetzt kann man lange und ausdauernd darüber diskutieren, welche Personengruppen hierzulande Interesse daran hätten von einem „Mord […] abzulenken“. Da diese Art Vertuschungstaktik traditionell in den Arbeitsbereich des Verfassungsschutzes fällt, könnte man zudem meinen, Maaßen fühle sich einfach in der Befehlskette übergangen. Aber diese Diskussion hilft uns überhaupt nicht dabei zu verstehen, warum Maaßen lieber Verschwörungstheorien aus der Taufe hebt als zuzugeben, dass es in Ostdeutschland eine rechte Szene gibt. Es gibt bei uns im Osten viele gewaltbereite Nazis. Das ist schon lange bekannt, nicht erst seitdem der Verfassungsschutz erfolglos versuchte die NSU-Mordserie zu vertuschen. Rechte Gewalt lässt sich einfach nicht schönreden. Wegreden schon gar nicht. Herr Maaßen sah und sieht das anders, und genau darum riefen führende Politiker umgehend nach seinem Abgang von der politischen Bühne.

HG Maassen via Bundesamt für Verfassungsschutz

Würden Sie von diesem Filz-Igel eine Verfassung kaufen? Mir fällt jedenfalls kein öffentlicher Posten ein an dem ich dieses Gesicht gern sehen würde. – Foto via Bundesamt für Verfassungsschutz

Dem Superminister für Heimat, Inneres und Bau (letzteres gibt mir bis heute Rätsel auf) war es jedoch wichtig seinem geistigen CDU-Genossen den Rücken zu stärken. Selbst nachdem Vertreter seiner eigenen Partei Kritik an Maaßens Verschwörungs- und Vertuschungstheorien äußerten blieb König Horst bei seiner strittigen Meinung, dass Maaßen richtig gehandelt habe. Als dann der öffentliche Druck zu groß wurde um den obersten Verfassungsschützer im Amt zu halten, setzte sich Seehofer fix für eine Beförderung desselben in sein eigenes Ministerium ein: Maaßen sollte bei 20% Gehaltserhöhung Staatssekretär im Innenministerium werden. Selbst der SPD, welche ja in den vergangenen fünf Jahren nie mit Kritik an der Regierungsführung sparte, leuchtete diese Beförderung sofort ein. Frau Nahles, die Vorsitzende des inoffiziellen Merkel-Fanclubs, stimmte dem Versetzungsvorschlag umgehend zu. Über den enormen politischen Spagat der die SPD seit Jahren dazu befähigt die Regierungsführung zu kritisieren und selbige gleichzeitig zu unterstützen wird an anderer Stelle zu sprechen sein. Soviel Zeit haben wir heute nicht.

Frau Nahles jedenfalls begründete ihre Zustimmung zum Beförderungspakt mit einem drohenden Bruch der Koalition. Wozu wir eine Koalition überhaupt brauchen die sich nur mit sich selbst beschäftigt, und die ständig irgendwelchen Landtagswahlkämpfern Geschenke überreicht, sei mal dahingestellt. Was wir aber auswerten sollten ist die Sinnhaftigkeit einer Regierung die Verschwörungstheoretiker mit Beförderungen belohnt.

Warum kann der HG Maaßen eigentlich nicht einfach seine Arbeit machen? Seine Äußerungen im Rahmen der rechtsextremen Übergriffe rund um Chemnitz tun überhaupt nichts zum Schutz der Verfassung. Schön wäre hingegen, wenn der Verfassungsschutz mal hart durchgreifen würde gegen Nazis und Rechtspopulisten, also Leute die aktiv die Integrität des deutschen Staates gefährden. Glattrasierte Demonstranten die den Hitlergruß winken – sofort inhaftieren. Menschen die verbal gegen andere Menschengruppen hetzen – sofort einsperren. Aber da fühlen sich zu viele Politiker des deutschen Bundestages vermutlich selbst angesprochen, weswegen eine entsprechende Regelung hierzulande in absehbarer Zeit nicht greifen kann.

Indes hat Frau Merkel nunmehr eingesehen, dass sie selbst in dieser Affäre nicht schnell und hart genug durchgegriffen hat. In einer Pressekonferenz am 24.9. merkelte sie an, dass es irgendwie doof sei, wie die Koalition total am Volkswillen vorbei entschieden hätte. War ja auch nicht zu erwarten, dass der Pöbel sich einer eigenen Meinung zur Unfähigkeit der sie verwaltenden Regierung erdreistet. Frau Merkel hat jedenfalls eingesehen, was ein Mensch der komplette Unfähigkeit im Amt beweist nicht verdient: eine Beförderung. Jetzt gilt es ihrer Lobbyisten-Clique klarzumachen was er stattdessen verdient: einen saftigen Rausschmiss.

Wäre ich Sicherheitsbeauftragter eines Mechanikerbetriebes, und unter meiner Aufsicht fiele einem minderbemittelten Arbeiter der Schwingschleifer auf den Clownsfuß, und ich stellte mich unaufgefordert vor die Presse und sagte: „die Juden warn’s.“ Dann stünde ich am Folgetag mit einigen anderen schwer vermittelbaren Trotteln vor dem nächstgelegenen Arbeitsamt.

Wenn ich aber als Präsident des Verfassungsschutzes anstatt meiner Arbeit nachzugehen wilde Theorien verbreite, über die Inszenierung einer rechten Szene durch linksradikale Verschwörungsgruppen, dann schafft man für mich einen Posten als „Sonderberater“ im Innenministerium. Im Grunde ist die Botschaft aus dem Ministerium doch folgende: „Diese weltfremde Paranoia ist so ausgefallen und für unsere eigenen Zwecke zielführend, davon brauchen wir unbedingt mehr. Zukünftig machst du das hauptberuflich.“

Vielen Dank an die SPD, für ihr gewohntes Stammeln und Schweigen zu Themen die Wählen bewegen. Danke an die CDU für die Bereitstellung des Streitobjektes. Und Danke an die CSU für die bedingungslose Unterstützung realitätsferner Verschwörungsphantasien. Weniger hatten wir von Euch auch nie erwartet.

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Ich schätze ja bis Ende des Jahres ist der Herr Maaßen entweder von der öffentlichen Bühne verschwunden, oder in die Parteipropaganda der CSU integriert. Er passt da einfach rein. – Bild via paolo-calleri.de

Stop advertising your sex, unless you want to

2 Sep

A friend of mine recently posted the story of a woman who thinks that ladies should not be forced to wear bras. I agree. Very specific items of clothing should only be stipulated in very specific environments. Like contour-covering tops in a school, or their absence in a topless bar. But although I merely expressed that I found the whole discussion ridiculous, the argument quickly escalated into a discussion regarding the public display of sexuality. Naturally, most commentators chose to misunderstand my thoughts.

Clothes set people apart, and women are way more aware of that than men. Just look around the local mall. Almost all of the younger men wear jeans and t-shirt, and as they age they replace the latter with a chequered shirt. This is what men wear. Most of the time we don’t put much time into choosing our wardrobe, because we simply don’t know any better. We wear jeans and t-shirt, because this attire is nearly always appropriate.

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For a man this attire is already very inventive. The occasions on which I wear a tie are very rare indeed.

Women, however, have to make a statement with their choice of clothing. They cannot bear wearing the same outfit as any of the other two thousand ladies at the mall, so they go through great lengths to select very specific items of clothing.  They don’t usually think of it in this way, but they do want to look different. There really is nothing to discuss here. Clothes set people apart, and women are aware of it.

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Men don’t wear pants like these for reasons of comfort.

Some clothing is functional, like the brightly coloured attire of a fire fighter. Some clothing is unifying, like the uniforms of store clerks. Some clothing is sexually suggestive, like the shiny pants that outline every crevice of the bum.

During mating season the ass of baboons swells up and reddens. This is to inform the other sex that it is time to choose a partner for collaborative efforts of saving the species. During mating season most male song birds are brightly coloured, and perform crazy dances or songs. The lady birds choose their sexual partners based on this display. Male deer wear elaborate displays of antlers, for the same reason.

This is what the biologist calls a sexual display. The display sets the individual apart from all other animals, and signals that this might be the right mate. “You like my grand display of antlers? Then come over here for some sweet loving, chiqua-deer!”

Primates do not have antlers, or feathers, so they rely on other visual clues to advertise their sexuality. In baboons it’s the ass. In humans it’s breasts. Big breasts promise a great survival rate for the offspring, so they are favoured over smaller milk-producers. Again, this is a simple biological deduction. You don’t need to be aware of it; it happens anyway. Just the same, women prefer muscular men as partners, because they promise a great degree of protection. These are simple sexual cues that most people react to.

Many women use make-up to accentuate their lips, or cheeks, or eye lashes. These women are “advertising” their lips, cheeks, or eye lashes. They intentionally set these things apart from everything else, and thus advertise them. This is not really subject to debate; there is nothing detestable about wearing make-up. If you want to show a big mouth, or small eyes, or clumsy legs, you can totally do that. This is your choice, and you shall have it. Just be aware that biologists call this “advertising”. It has nothing to do with market goods or sell-outs. You are merely putting a specific part of yourself on display. And there is NOTHING wrong with that.

You cannot detest the word itself, because it has the right of seniority. “Advertisement” is derived from the Latin advertere, meaning “to draw one’s attention towards something”. Contesting the meaning of the word puts you in one line with ignorant push-bullies like Donald Trump or Kellyanne Conway. Words have meanings. You can’t change those meanings just by ignoring them.

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When the heirs of Fukushima chose the name of their new mascot they obviously did not care about words and their meanings. Please don’t make that mistake.

When you are wearing a muscle shirt, or a crop top, or ass-hugging pants, you are calling attention to those particular aspects of your body. You are “advertising” them. Many people do this on purpose. A magician, for example, advertises his hands, to distract you from the cards hidden on the table. A cop advertises his arsenal of weapons and utilities, in order to discourage violence. A stripper advertises his massive penis, to create sexual tension among the onlookers, and challenge them for a bigger tip.

None of this is new; none of it is in an ordinary way problematic. Women nowadays call attention to their breasts and booties through tight-fitting clothes, or “scandalously” short pieces of cloth that leave very little to imagination. Most women know fully well that specific items of clothing make them sexually more attractive, and they chose these items for that effect. You don’t wear low-crop pants because your vagina needs the extra air; you wear them because you “look good in them”. In other words, you are calling attention to your reproductive organs and your buttocks; you are advertising your sexuality. Men do the same when they stuff a sock down their pants, or wear shirts that are one size to small for them.

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If you don’t want people to talk about your bum, maybe don’t wear these pants.

Mind the difference between advertising sexual attractiveness, and advertising sex. You can “look good” without promoting coitus. You can look “slutty” without creating personal attraction. These are two very distinctive concepts. It is acceptable to look sexy in public, it is not acceptable to “look for sex”. The latter would either be called sexual predation, or prostitution, depending on which end of the condom you’re on. Neither of which is acceptable outside of the Red Lights District.

Now, I agree that people have a right to dress sexy in public. But this must be open for commentary. If you are carrying your melons to the market, the customers are allowed to debate their shape and size. Likewise, if you have really big breasts, and you conceal them only behind a string bikini, you are making your breasts a discussable subject. Everything that is different, particular, or extraordinary is open for public commentary. This is called “freedom of speech”.

The fruit vendor won’t forbid you to talk about his discoloured melons just because he finds that conversation uncomfortable. If he wouldn’t want people to talk about his melons, he would have covered them up. Similarly, the only way to prevent people from talking about your booty is by hiding it.

If you don’t want people to talk about your body, then don’t advertise it. If you want to discourage comments about your lips, don’t colour them brightly red. You have no reason to feel offended, repressed, or objectified, if you cover your breasts with a latex top that lifts your breasts, and shows your nipples. The owner of a fancy restaurant has any right to refuse you entry in such attire. You chose that garment because it makes you look sexy, so don’t complain when people say you look sexy. You cannot dress in a way that draws looks, and then forbid people to look.

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If you dress like this, and claim you don’t want to be looked at, you are being extremely dishonest.

This is not taking away from any debate on sexual predation. Rape is bad; there are no valid excuses. I am only saying that women who utilise particular garments to advertise their sexual traits have no claim to innocence in a verbal argument. In an open society it is always allowed to talk about noteworthy things, be it the size of a sports car, the voice of a busker, or the shape of buttocks. If you put it on display, it is fair game for conversation. If you don’t want it talked about, don’t put it on display.

Heul doch! Türkische Diktatoren und deutsche Hetze

23 Jul Mesut Özil via 123rf.com

Ich interessiere mich eigentlich überhaupt nicht für Fußball. Immer nur mauern, immer schauspielern; immer erst fünf Sekunden auf dem Rasen herumrollen bis die richtige Kameraperspektive gefunden ist. Langweilig! Selbst von der gerade erst vergangenen Weltmeisterschaft in Russland habe ich nur ein Spiel gesehen – zufälligerweise exakt das Spiel in dem die deutsche Nationalmannschaft glimpflich davongekommen ist. Und auch das nur, weil ich im Parkclub eine Einmietung betreut habe bei der die Gastgeber unbedingt das Spiel auf unseren Fernsehern verfolgen wollten. Nur so kann man mich überhaupt dazu bewegen mich zum Fußball zu äußern: indem man unabdingbar und laut lärmend um mich herumdribbeln.

So nun las ich in der Morgenzeitung über den Rückzug von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft, begründet nicht, wie sonst üblich, mit altersbedingtem Leistungsabfall, schlechter Presse, oder höherer Gehaltsaussicht im Trainerposten, sondern durch Fremdenfeindlichkeit. Das Thema ist natürlich ein alter Hut, und wird hierzulande mittlerweile mit Gähnen kommentiert. Umso interessanter ist allerdings die Diskussion unter den Kommentierenden.

Mesut Özil via 123rf.com

Mesut Özi bleibt immer in Bewegung. Auf dem Platz rollt er in seinem eigenen politischen Abfall; außerhalb weich er deutschem Rassismus aus. via 123rf.com

Die deutschen Pressestimmen lassen in ihrer Darstellung keinen Zweifel daran, dass hier ein politisches Neymar-Manöver stattfindet. Erneut geht es um Özils werbewirksames Foto mit Sultan Erdogan, kurz vor der türkischen Präsidentenwahl 2018. Erneut geht es um Özils fotografische Unterstützung eines mutmaßlichen Diktators, und um die Frage ob ein gebürtiger Deutscher sich in die politische Agenda eines osteuropäischen Gewaltregimes einspannen lassen sollte.

Wer aber Özils Erklärung gelesen hat, weiß, dass die Presse sich hier ihre eigene Geschichte zurechtbastelt. Ganz offiziell begründet der Gelsenkirchener mit den türkischen Wurzeln seinen Rücktritt mit dem plakativen Rassismus der ihm in Deutschland entgegenschlägt. Und das sollte man eigentlich auch genau so respektieren.

Natürlich ist von Nationalspielern eine gewisse Abhärtung gefragt. Jede Putzhilfe muss in ihrem Arbeitsumfeld mentale Erniedrigungen ertragen; da sollten Pressesternchen mit Millionengehältern auch nicht zimperlich sein. Kann gut sein, dass der ehemalige Nationalspieler mit derart viel Rassismus und Fremdenhass konfrontiert wurde, dass es ihm einfach zuviel wurde. Da kann man schon mal seinen Job kündigen, wenn man sich am Arbeitsplatz nicht mehr wohl fühlt. Angeblich zahlt Arsenal London ihm um die €20 Millionen jährlich, und die Inselbewohner sind ja auch nicht gerade Musterbeispiele der Toleranz. Bei den von Özil vorgebrachten Anschuldigungen gegen deutsche „Fußballfans“ insgesamt, und Vertreter des DFB im speziellen, wundert es mich nicht, dass er seinen hiesigen Posten aufgibt. Das Londoner Gehalt reicht locker aus um mehrere Großfamilien bis ans Ende ihrer Tage durchzufüttern; der zusätzliche Stress in der deutschen Nationalelf, und die damit verbundene Moppelkotze die durch die hiesigen Boulevardblätter strömt, muss man sich bei aller Vaterlandsliebe nicht antun.

Mesut Özil Nationalabschied via Twitter

Mesut Özils Nationalabschied via Twitter. Um Politik geht’s da auch, aber seine Begründung fußt erstmal auf Fremdenfeindlichkeit. Und da hat er recht.

Eine wesentliche Kritik muss ich aber doch anbringen. Wer sich ungezwungen mit dem türkischen Amts-Sultan ablichten lässt, der kann sich nicht darüber beschweren als Deutsch-Türke bezeichnet zu werden. Du bist Deutscher, mit türkischer Familie. Es gab keinen deutschen Nationalspieler ohne türkische Familie der sich mit Erdogan fotografieren ließ. Die Verbindung ist daher so offensichtlich wie jener zu deinen Sponsoren Mercedes und Adidas. Erdogan hat ja nicht einmal was in Özils Spendenbox geworfen; warum also die Werbetrommel für ihn rühren?

Da kannst du gern hinterher beteuern nichts gewusst zu haben, von den Inhaftierungen und Foltern, dem versuchten Genozid an den Kurden, der Presseverfolgung, dem Verbot kritischer Meinungen, der Anstrebung einer Diktatur. Über Erdogans schändliches Verhalten wurde jahrelang und ausführlich berichtet. Wenn du davor deine Augen verschließt ist das deine eigene, bewusste Entscheidung, die sich nicht durch „Respekt vor dem Amt“ wegwischen lässt. Wer einen Diktator unterstützt, und sei es nur verbal, der ist hierzulande gezwungen sich dazu zu äußern. Politisches Engagement lässt sich durch kein Sportabzeichen der Welt überkleben, und in diesem Punkt fehlt bei Mesut Özil bis heute jede Einsicht.

Sportplatz in Alesund, Norwegen

Blühende Landschaften, nicht nur im Osten. Hier mal ein friedliches Bild von einem Sportplatz in Norwegen.

Mein Fazit ist dies: Mesut Özil spielt nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft, und hat seine Entscheidung mit der offenen Fremdenfeindlichkeit deutscher Personen und der politischen Agenda des hiesigen Fußballbundes begründet. Dafür respektiere ich ihn. Er hat aber auch maßgeblich dazu beigetragen, dass im mittleren Osten ein neuer Diktator an die Macht streben kann, und hat in der anschließenden Diskussion selbst die Rassismuskarte gezogen. Und für dieses politische Naymar-Manöver denunziere ich ihn.

Die CSU gehört nicht zu Deutschland – König Horst und sein Gefolge

26 Jun

Im Jahre der Kanzlerin 2007 wurde ich zum ersten Mal auf die CSU aufmerksam. Ich hatte mich schon vorher mäßig für Politik interessiert, aber die fadenscheinige Debatte um Jugendschutz und Gewalt in Videospielen die von der CSU damals losgetreten wurde hat mir dann doch erhöhte Aufmerksamkeit aufgedrängt.

Dabei gab es durchaus schon vor der pseudo-Christlichen Machübernahme Grund zur Besorgnis. Zum Beispiel als Stammel-Stoiber 2005 der politischen Bewegungen in den neuen Bundesländern gewahr wurde und proklamierte er „akzeptiere nicht, dass der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird.“ Als er dann in seiner Entschuldigung (!) mehrere Tage später meinte, dass es ja keine Probleme gäbe, wenn es überall so aussähe wie in Bayern, ahnte man doch wo der politische Horizont der CSU endet.

Pünktlich zum Landtags-Wahlkampf 2007 entdeckte dann Bayerns Innenminister Günther Beckstein das Thema Jugendschutz für seine Parteiklientel, und behauptete, entgegen jeder wissenschaftlichen Erkenntnis, der Konsum von Actionspielen würde „die Hemmschwellen für die eigene Gewaltbereitschaft in der realen Welt“ verringern. Becksteins Kampagne war so erfolgreich, dass die CSU bei der Landtagswahl erstmalig unter die fünzig-Prozent-Marke rutschte, wohl auch weil Deutsche Spielemagazine die Worthülsen erkannten und die „Killerspiele“-propagierenden CSU-Hirsche als „Spielekiller“ entlarvten. Das Jugendschutzgesetz blieb übrigens von der Aktion weitgehend unberührt. Einzig, USK-18-Spiele dürfen nicht mehr frei beworben werden, was Versandhäusern wie Amazon Rücken und Brieftasche gestärkt hat.

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Beckstein Spielekiller-Debatte 2007 offenbarte erneut die Sinnlosigkeit der CSU. Na, wer erkennt alle vier Prollos?!

Nennenswert waren auch die Beiträge der CSU-Ministerin für Verbraucherschutz, Nahrung und Agrarwirtschaft, Ilse Aigner, die wie kaum ein Minister zuvor die Agrarfunktionäre vor den Verbrauchern schütze. Nahrungs-Ilse hat die Agrarwirtschaft in dermaßen viele freiwillige (!) Selbstkontrollen gezwungen, dass die meisten Massentierhalter und Wurstfabrikanten mittlerweile zweimal täglich in ihrem Geldspeicher schwimmen müssen, um den Geruch vor Tierfäule und Pflanzengift abzuschaben den sie kontrollfrei auf den Deutschen Markt schieben.

Und nun auch noch König Horst. Der Innenminister der sich fast ausschließlich mit den Europäischen und Deutschen Außengrenzen beschäftigt. Der Heimatminister der den Zusammenhalt stärkt indem er Menschen muslimischen Glaubens explizit ausgrenzt. Der Bauminister der sich noch 2013 gegen die Nutzung von Windenergie und den Bau von Stromtrassen in Bayern einsetzte, wohl in der Hoffnung die Bayrische Industrie würde von fröhlichen blau-weißen Kälbern auf ihrem Weg zum Schlachthof mit Batterien versorgt werden.

Neuerdings fordert der egozentrische Platzhirsch auch noch EU-rechtswidrige Zurückweisungen von Flüchtlingen an den in Deutschland nicht-vorhandenen Grenzübergängen zu Nachbarstaaten. Die von König Horst angeregte Debatte/Erpressung vor dem Hintergrund der Flüchtlichgsverteilung innerhalb Europas ist symptomatisch für alle politischen Themen die die CSU in den letzten zwanzig Jahren angefasst hat – die Diskussion ist einseitig uninformiert; sie wird ohne tatsächliche Argumente geführt; und die angepriesenen „Lösungsvorschläge“ erfüllen keinerlei Zweck außer der temporären Gewinnung rechts-konservativer Wähler im eigenen Bundesland.

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Die CSU macht sich mit ihrer rechten Polemik in Deutschland nicht viele Freunde. via paolo-calleri.de

Seit zwanzig Jahren führt die CSU mit ihren konservativen Balzritualen die verbündeten Kollegen der CDU vor, und den Deutschen Wähler an der Brieftasche herum. In zwanzig Jahren gab es von den unchristlichen Asozialen keine Gesetzesentwürfe die nicht in erster Linie dem Wahlkampf im eigenen Bundesland dienten. Seit 1949 spukt die gemeinschaftliche Bundestagsfraktion von CDU und CSU im deutschen Bundestag umher, und spätestens seit der Jahrtausendwende zeigt die CSU keinerlei Interesse am Bürgertum das über solide Nazi-Polemik hinausginge.

Die CSU will auf Bundesebene nicht mitgestalten, hat nicht das Interesse des Bürgers im Auge, und setzte sich nicht für den wie-auch-immer-gearteten Schutz des Bürgers ein. Ansonsten hätten die Bayern ihre politischen Ämter dazu genutzt die Energieversorgung zu gewährleisten, Polizisten einzustellen, oder Lebensmittelhersteller zu kontrollieren. All diese Themen lagen und/oder liegen in der CSU-Kompetenz; blieben aber in Ermangelung echten Interesses unberührt. Jüngste Äußerungen führender CSU-Politiker haben erneut gezeigt, dass diese Partei ausschließlich mit ihrem eigenen Machterhalt beschäftigt ist. Dieses Problem lässt sich nicht spontan lösen, da sich Dummheit und Arroganz nicht verbieten lassen.

Aber zumindest kann die CDU den angerichteten Schaden stark begrenzen, indem sie die Koalition mit jener Partei aufkündigt, und die Kampfhähne der CSU zurückschickt in ihre Heimat, wo sie auf immer ihren Machtkampf gegen die Realität weiterführen mögen. Ganz im Sinne der eigenen Außenpolitik – egal was aus den Problemkindern wird, Hauptsache ich muss die nicht mehr sehen.

Sweet, stoned Alabama – 48% paedophilia is still *buargh*

14 Dec The Korean War Memorial in Washington D.C.

In a dramatic electoral race the people of the USA have once again shown that not #TheDonald ruins the grand freedom country, but rather its voting inhabitants. In November 2017 the state of Alabama revealed its state of idiocy, as senators and president alike advertised or excused the work of a paedophile instead of focusing on any form of politics.

For me as a European man the topic of US-politics has always been an easy target for cynical jokes. The average political debate in the USA has less substance than a snow flake in Kenya, which makes it so easy to fry it. The campaign of senator candidate Roy Moore was no different, focusing solely on throwing dirt, and completely ignoring any form of politics. Instead of discussing any issue that is actually relevant for the average citizen, such as affording health care, or fighting crime of colour, the entire campaign focused on Moore’s sexual misdemeanour.

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Now, Donald Trump is as racist and uninformed as they get, but the real problem with US politics is the majority that voted for him.

Only in the USA can a child molester grab a mic and say “immorality sweeps our land”, and demand a seat in the senate. Only in the USA can people with the moral conscience of a burning lawn cross get elected for a major position of political power. I know, those are only allegations. Allegations that are backed by the reports of numerous victims and witnesses, a signature in a high school year book, and Moore’s own words, admitting that he became aware of his future wife when he watched the 15-year old girl perform at a dance recital, at a time when he was about a decade older, and probably had no business watching those girls perform anyway.

But even those well-founded allegations were not really scandalous anymore, which explains why 48% of the voters supported child molester Roy Moore instead of his Democrat opponent Doug Jones. Because for a Republican voter it is far less creepy if the attorney general calls up your 14-year old daughter in gym class, and asks what she is wearing, than it is to speak for the Democrat political party. Certainly the Democratic Party has their flaws, one key issue being their support of legal choice for women to control the fate of their own body, another being the prosecution of pointy ghosts who kill Afro-Americans with baseball bats. But do those flaws really bear heavier than those of a middle-aged cowboy who sexually preys on under-aged girls in the local mall?

For a 48% minority of Alamaba voters the answer is yes. Yes, standing for progress is worse than molesting children. And that is the real burden of US-America. That country will never be able to achieve a state of peace and justice, as long as an informed political debate has a lower public rating than a sex offender who preys on children. It’s the perfect nightmare of any teacher: you drop the words “discussion time”, and immediately half of your class rolls out their fire arms, and barricades themselves behind their desks. It is terrifying because this is the central element of democracy – an open and informed discussion, to find a moral compromise that is acceptable for the informed majority. And it is that discussion that at least half of the US-citizens are barring themselves against. So, when it became obvious that Roy Moore was a paedophile the central political question remained: “Democrat or Republican?”

Capitol Washinton D.C.

For the majority of US voters politics is not a question of ideas and opinions. It is a question of party allegiance, which pretty much negates all honest discourse.

As much as they want to tell you otherwise – people don’t matter to US-Americans, at least not as much as political allegiance. That is why the USA continue to fail; even when the Republicans role out the worst refusals from the local prison, the brand “Republican” still grants them instant approval. No facts wanted.

Gewaltenumverteilung – Innere Sicherheit auf Sparflamme

10 Dec North Cape near Honningsvag, Norway

Spätestens seit der Jahrtausendwende wird im öffentlichen Dienst massiv gespart, insbesondere in jenen Abteilungen die Deutschlands innere Sicherheit verantworten. Gefängniswärter weisen durchschnittlich 55 Krankheitstage im Jahr auf; Polizisten sind derart ausgelastet, dass sie neben Schnellfahrern und Falschparkern keine echten Verbrecher verfolgen können; und Richter sind inzwischen so rar, dass sie per Annonce in der Tageszeitung gesucht werden. (Ich wünschte, ich hätt’s erfunden.)

Kurzum, Vertreter der judikativen und exekutiven Gewalt werden in Deutschland derart unterfinanziert, dass sie ihrer Arbeit nicht mehr uneingeschränkt nachgehen können. Das Resultat ist ein rechtlicher Löcherkäse, und es sind überwiegend Besserverdiener die es sich in dessen Hohlräumen muckelig gemacht haben. Wer genug Geld oder politischen Einfluss zur Verfügung hat kann Rechtsverfahren so lange strecken bis die Verjährungsfrist droht, und der bearbeitende Richter die Strafverfolgung aus Zeitmangel einstellt. Wenn denn mal Haftstrafen verhangen werden dann zum überwiegenden Teil auf Bewährung, einfach um die überlasteten Gefängnisse zu schonen.

Autumn in my German backyard

Die Gewaltenteilung in Deutschland ist längst nicht mehr gut organisiert. Inzwischen ist es eher ein schizophrener Nebel.

Mit nicht-deutschen Verbrechern hingegen mag sich der deutsche Durchschnittsrichter gar nicht erst abgeben. Anstatt den polnischen Autodieb oder den russischen Handtaschenräuber durch ein geordnetes Strafverfahren zu schleifen, und ihn anschließend für mindestens ein halbes Jahr durch Inhaftierung an weiteren Diebstählen zu hindern, erlauben EU-Richtlinien auch ein sofortiges Freilassen. Im zugehörigen Zeitungsartikel heißt es dann: die „Personalien wurden festgestellt“. Also, die Polizei ist ausgerückt, hat mit viel Mühe den Ort des Verbrechens abgesichert, Zeugen befragt, den Tathergang rekonstruiert, die Beweislage dokumentiert, die Straftäter inhaftiert, und ihre Mitarbeit anhand von anderthalb Kilogramm bedrucktem Papier festgehalten. Zwölf Stunden nachdem die Sisyphus-Abteilung ihren Bericht unterschrieben und abgeheftet hat, verdirbt sich dann ein überarbeiteter Richter seine Mittagspause indem er ein dutzend solcher Akten durchguckt, und jene Fälle selektiert die für die Anklagebank aufgearbeitet werden. Und weil die deutsche Justiz ohnehin zu viel zu tun hat, und Belgien sich auch mal selbst um seine Straftäter kümmern kann, darum werden Fälle ohne Hauptbeteiligung von Bundesbürgern halt lieber vom Tisch geschubst.

Da wundert es dann auch nicht, dass Kleinkriminelle in Deutschland echte Karrieremöglichkeiten entdecken. Die Polizei ist personell unterbesetzt, wodurch Verbrechen selten aufgeklärt werden. Die Rechtskammern sind personell unterbesetzt, und lassen viele Fälle vom Tisch purzeln bevor es überhaupt zur Anklage kommt. Haftanstalten sind, genau, personell unterbesetzt, wodurch organisierte Verbrecher sich im Gefängnis oft entweder ein nettes Leben machen oder Kontakte für ihre weitere Karriere knüpfen, bevor sie sich vorzeitig selbst entlassen. Das heißt im Grunde: Kleinkriminelle werden in der Regel nicht gefasst; Gefasste werden oft nicht angeklagt; Angeklagte werden selten schuldig gesprochen; Schuldgesprochene werden selten inhaftiert; und Inhaftierte bleiben kaum länger als drei Monate im Gefängnis.

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Gewaltenteilung ist zwar ganz nett, Gewaltenverteilung ist aber viel unterhaltsamer.

Warum also der ganze Aufwand? Mir scheint, dass die finanzielle Zuwendung die unser Justizsystems erfährt in keiner Weise durch tatsächliche Erfolgsquoten begründet wird. Für das wenige Geld das wird den Gerichten, Strafvollzugsanstalten und Strafverfolgungsbehörden zukommen lassen sehen wir eine unverhältnismäßig geringe Gegenleistung. Daher mein Vorschlag zum Weitersparen: schaffen wir die judikativen und exekutiven Behörden einfach ab. Laut vorherrschender Meinung unserer Bundesregierung leben wir in einer Leistungsgesellschaft, und Nichts-Leistende wie Polizei oder Gericht verlieren darin einfach ihre Daseinsberechtigung.

„Die Gewaltenteilung ist ein elementarer Bestandteil unseres Rechtsstaates!“ werden jetzt verblendete Weltverbesserer monieren. (Mit Störrufen aus von der Linken oder den Grünen muss man ja immer rechnen.) Innerlich ist dieser Einwand natürlich richtig, stößt aber in einer Zeit des Merkelschen Sparens an seine realen Grenzen. Bereits jetzt ist das deutsche Rechtssystem so weit ausgehöhlt, dass viele Verfahren nur noch Symbolcharakter haben, und Symbolbehörden haben wir bereits genug (siehe Landwirtschaft, Umwelt). Wir können ja auch eine kleine Abteilung belassen, die sich dann mit so wichtigen bürgerlichen Themen beschäftigt wie Unkrautdichte im Neubauviertel, oder Trunkenheit auf dem Bürgersteig.

Die vollstreckende Gewalt, so sie denn jemand braucht, wird von der Bundeswehr übernommen. Unsere Verteidigungsarmee darf, abgesehen von absegneten NATO-Einsätzen, ohnehin nur zur Verteidigung der inneren Sicherheit eingesetzt werden, und schießen dürfen die Jungs und Mädels in grün auch nur wenn sie angegriffen werden. Die Kompetenzen sind jener der Polizei also so ähnlich, dass die Umstellung vermutlich nur eine farbliche wird.

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Das Thema ist ganz schön depressierend. Daher hier ein Foto von einer Katze.

Die Abschaffung von Polizei, Gefängnis, und eines großen Teils des Gerichtsapparates setzt nicht nur Arbeitskräfte frei, sondern spart auch Milliarden an Steuergeldern. Jenes Geld kann in Deutschland vielseitig investiert werden, zum Beispiel um den dritten Zweig unserer dreigeteilten Staatengewalt zu unterstützen: die Legislative, die ja ohnehin jährlich ihr eigenes Gehalt anheben. Das Monatsgehalt unserer obersten Staatsdiener, der Bundestagsabgeordneten, stieg zuletzt im Juli um €215, auf €9542. Zum Vergleich: das monatliche Durchschnittsgehalt eines Polizisten liegt bei circa €3500, Richter bekommen um die €3900, Justizvollzugsbeamter €2900. [Nebenbemerkung: dies sind Durchschnittswerte die ich nach Angaben von „Gehalt.de“ ausgerechnet habe, es handelt sich also vermutlich um einen Median, der durch Einbezug kaum erreichbarer Höchstgehälter in den jeweiligen Bezugsgruppen künstlich erhöht wirkt. Das Einstiegsgehalt für Polizisten liegt beispielsweise unter dem Minimum das auf „Gehalt.de“ angegeben wird. Die tatsächlichen Durchschnittsgehälter liegen vermutlich um mindestens €1000 tiefer als die obigen Angaben. Keine Sorge, die €9542 für Bundestagssitzkissenfüller sind korrekt.]

Die demokratisch gewählten Volksvertreter die unserer judikativen und exekutiven Gewalt vorschreiben wie, und mit welchen Mitteln sie ihre Arbeit machen sollen, beziehen also ein drei- bis viermal so hohes Gehalt wie jene Menschen die sich um die Umsetzung von Gesetzen kümmern. Das alles mag dem Normalbürger wirklichkeitsfremd und undemokratisch erscheinen, und ich finde auch, dass Gewaltenteilung auf dem Papier eine ganz tolle Sache ist, von wegen Gerechtigkeit und Machtbegrenzung und so. Aber wenn zwei von drei Zweigen völlig überlastet, und dadurch teilweise machtlos sind, während die Hauptwirkenden des dritten Zweiges so wenig zu tun haben, dass sie nebenher noch einer zweiten Tätigkeit nachgehen, kann man die Teilung in drei Gewalten doch eigentlich auch ganz abschaffen. Was da an Steuergeldern eingespart würde, könnte wesentlich handfestere Projekte unterstützen, wie zum Beispiel einen Berliner Großflughafen, oder Stuttgarter U-Bahnhof.

Sparen – gern. Aber halt mit Sachverstand. (Oder zur Vernichtung desselben.)

Sultan Erdogan against the European Terror Grandpas

23 Aug The Korean War Memorial in Washington D.C.

For about a decade the elected “president” of Turkey has been trying to make his country a member of the European Union, and for even longer he has been moaning about our European freedom of speech, and how much it disgusts him. Ever since he declared martial law over his country Erdogan’s helpers have been arresting political opponents left, right, and center. And after convincing his people to grant him dictatorial powers (by democratic vote, mind you!) he now also employs the police forces of other nations in his politically motivated man hunt. However, the most recent target of his elongated arm of injustice might prove to be a stumble in the wrong direction.

 

Lisbon, port view

Maybe it’s just too hot in Southern Europe. Some politicians there have immensily stupid ideas.

Dogan Akhanli is a German author with Turkish roots, and he has always had much to say about the new Ottoman kingdom. Especially now that Erdogan has nearly dictatorial powers Akhanli is full of criticism for Turkey, and the people that govern it. And so, Sultan Erdogan has ordered the prosecution of Akhanli, as he did with so many of his critics before, once again masking his efforts “protection against terrorism”. Last weekend Interpol located Akhanli during his vacation in Spain, and since Interpol is bound by international law he is now being held in detention by the Spanish authorities, while a Spanish court must decide whether or not the 60-year old author should be extradited to Turkey.

The latter is rather unlikely, since Turkey’s arrest order is based on a case of armed robbery; a case that dates back nearly thirty years, and one that he has been acquitted from in 2011. Back then the defence bench won significant points when two of the witnesses admitted to having been bullied by the police into implicating Akhanli in a robbery that he had otherwise nothing to do with.

 

Demise of International Police Efforts

So, Akhanli is German, a writer, and a critic of Sultan Erdogan; and there is no way Spain would ever extradite him to Turkey, not based on a poor accusation that is so blatantly motivated by non-democratic politics. Then why are we still talking about this subject? Because the case of Dogan Akhanli is a new escalation of Turkey’s war on its international critics. (Maybe I should be glad that nobody ever reads my blogs. For now I can still travel to the Middle East without fearing imprisonment.) As long as Erdogan prosecuted only his own people there was not much for his international partners to criticise. But now that he abuses Interpol, an international police force tasked with the prevention of drug traffic, terrorism, and illegal arms deals – you know, stuff that actually matters to all of us – now Europe has reasons to officially condemn and discredit Erdogan’s poor state of mind and his complete lack of diplomatic care.

In the past eight months Sultan Erdogan has ordered the arrest of many thousands of Turkish citizens, many of them seeking “refuge” (i.e. living) in European countries, where they hold first or second citizenship. All of these dissidents are accused of terrorism and conspiracy against Turkey, and the vast majority of them are journalists or otherwise literate critics of the sultan’s rule. That brings up some important questions: How desperate must a terrorist organisation be to enlist newspaper columnists and retired poets as their primary warriors? How much does it pay to rain death and destruction on the new Ottoman kingdom via pen and paper? And why haven’t organisations like ISIS and Al Qaida moved in on that business opportunity yet?

 

The Korean War Memorial in Washington D.C.

Turkey seems to be frozen in a political war against itself. Some days the Ottoman Empire relives some of its glory.

Let my people go!

Turkey has been demanding the extradition of European “terrorists” for many years; never providing any evidence for the legitimate prosecution of those thousands of journalists; all the while keeping political hostages imprisoned that worked for European news agencies, or spoke up against inhumanity, or simply went on vacation in Turkey, and stumbled into a left-winged demonstration. Now we finally have the opportunity to get those people back onto EU soil. We just claim them to be terrorists, and demand their immediate extradition to their respective home countries. As Turkey has shown, it is rather unnecessary to provide evidence for such ludicrous claims, and any disobedience to those demands justifies the use of foul language against the Turkish government.

It is disheartening to see how the ignorant loud mouths have taken over the international political stage, and that often enough the people they govern go along with their perverted ideas or political incorrectness. But if Sultan Erdogan accuses us to harbour terror grandpas and deadly poets in our democratic countries, the least we can do is demand the return of our own terror tourists.

Football, stadion violence, and DFB escalation tactics

17 Aug Fire in Calgary

It is no secret that my appreciation for football (or soccer, as the uninitiated North-American populus calls it) is rather limited. I genuinely loose all ability to concentrate when two dozen millionaires shove a ball around to determine who can deliver the most convincing charade of “wounded world war soldier”. Rollerderby is my spectator sport of choice, and likely will remain so. But the German Football Association (DFB) has sported a novel approach to combat stadium violence that is begging for uninformed commentary. And so, I shall deliver.

 

Hooligans afoot

German football has recently suffered some tragedies, and for a change I am not talking about the lost championship of the ladies. No, football in Germany is facing increasing levels of uninvited violence, to a degree where hooligans bring weapons and arson kits, to lay waste to the stadium when the game is not running a favourable course. This aggression has been building for two decades, and has finally reached a level that urges even the otherwise reality-deprived council of DFB officials to act. It started quite innocently with toilet paper rolls being thrown onto the play filed, and over the years advanced to bottles and cans, and finally to fireworks and Molotov cocktails.

The DFB has always exclaimed their sympathy for the victims, while condoning the radical perpetrators, and even punished the football clubs that were associated with the rioting mobs. In the extreme some clubs had to play entire games in a stadium void of any spectators; equivalent to Steven Spielberg premiering his latest popcorn movie in front of an audience that consists exclusively of critics. Unsurprisingly, the clubs and their fans are very unhappy about community punishments like these, because they hurt the sport, and they don’t seem to invoke any positive change – the hooligans just reappear a few games later, and continue their dirty work.

 

Football stadium Southampton

A Football stadium can be home of great joy … and great physical pain.

A political approach

But the DFB would not be one of the richest and most prestigious sporting organisations in Europe, if they had not found a disputable solution for the problem of escalating violence. The DFB has now officially announced plans to engage the radical hooligans in a dialogue, and commit to change the rules in their favour. When prompted upon this new brotherly love for violent extremists DFB officials replied that in the future stadiums might be graced with special sections where, for example, “small fireworks” can be burned. Admittedly I do not understand the logic behind that approach, but I also am not a football fan, so maybe my perspective as an outsider might be useful for the discussion.

The outrage of actual fans over previous punishments that targeted entire clubs is understandable. You don’t close down a supermarket because some of its costumers engage in organised theft. The kleptomaniacs would just follow their practices elsewhere.

However, I find it equally unwise to establish a “lawless section” in every supermarket, or in this case stadium. Certainly, kleptomaniacs will be happy to have an isle where they can steal without fearing legal consequence. And when expensive items get stolen, security will know in which section to look for the perpetrators. But what about the young football-enthusiastic families and fans, in whose name the DFB is discussing those changes? Will parents really be happy to have a stadium section where fireworks are allowed, considering that many people who light football fireworks are also prone to toss them at players and rivalling fans? And what item might be next on the list of special admits – glass bottles; spray cans; flick knifes?

 

may-meltdown

I’ve never seen spectators bring glass bottles or fireworks to a rollerderby bout. It’s not even a rule – people just don’t do it.

Haters gonna hate

Nobody asks for my opinion, but I am so used to being underappreciated that I offer it anyway. Why don’t we go the opposite path, and treat criminals like criminals? Every house has rules, and if an individual breaks them, the house owner has the right to evict and repent that perpetrator. I cannot think of any sport experience that would be enhanced by the occurrence of fireworks and physical hostility. Maybe Blood Bowl, but that’s not a legal pass time activity either.

There is still plenty of space in our prisons, so there really is no reason to let people run free who repeatedly break the rules of fan engagement. Throwing fireworks into the crowd, and beating up bystanders would not be tolerated in a shopping mall, so it really should not be tolerated at a sport event either. It has become sad common practice to ignore both law and community when dealing with powerful minorities, otherwise certain cosmopolitan criminals would not be in charge of their respective countries right now. But it can’t be too much to ask the big, wealthy German football clubs to keep an eye open for violent criminals, catch them, and hand them over to the authorities.

And if you absolutely have to fill a particular section of the stadium with criminals, please let them be pickpockets and exhibitionists. At least the rest of us will have something funny to watch.

Cruise Photography Aftermath

6 Jul Globe Monument at the North Cape, Norway

It is Thursday, and I have to re-adapt to a world where this (and the time of day) are meaningful information. The first novelty after returning home was the simple fact that the day consists of three meals, and none of them is rushed. And when I require additional sustenance, I can simply grab a snack item or a glass of water from the kitchen. And when I need to sit down, I sit down, and continue working. Things that are so normal for most folks, and are usual even for employees in any sweat shop or burger parlour, these things are virtually impossible during work hours with ABC Cruises.

A sceneic view of Molde Fjord, Norway

Cruise advertisement is usually full of blue skies and greeen lanscapes. The actual job, however, is not.

I am happy to leave ABC Cruises behind, not just my position as cruise photographer, but the entire ordeal of working for a company that puts financial profit above everything else, be it physical health, public perception, or simple integrity. I worked for one of the biggest cruise companies worldwide, and probably the fastest growing one. Their impact on sea tourism is beyond measure, yet they seem to lack the basic ethical responsibilities necessary to take a leading role for the market. The officers are almost exclusively Italian, indicating that it is nearly impossible to acquire a high-ranking position without kissing ass. You can think of that what you like, but I doubt that being a great kisser qualifies anyone to lead the fate of a multi-Billion Dollar company, and particularly that of its hundreds of thousands of employees.

Now, why am I even writing this blog? (Why do you keep reading is the more interesting question, but that’s none I can answer.) My motivations are three-fold: 1) I use writing as a way of stress-relief; 2) I want to warn people who are toying with the thought of becoming a cruise photographer about the actual perils involved in the job; 3) there is a slim chance that someone at ABC Cruises will read this, and improve working conditions for their crew, as well as care for their paying guests.

To date I wrote more than sixty blog posts about my experience as cruise photographer, over eighty pages of text contemplating my existence, and that of my chosen path. It was an interesting ride, but I am glad that it’s over. In order to provide a comprehensive overview over the reasons for my decision to stop working for ABC Cruises I hereby provide you with my complete list of pros and cons for signing off.

Spitsbergen is not actually THAT cold in spring. But tensions aborad the ABC RypMeOff chill most photographers to the bone.

The working climate aboard the ABC RypMeOff was often frosty

Reasons to sign off

  1. The pay is inadequate to my work load and stress, and much lower than promised (I am paid about one quarter of the original figure).
  2. The food is of mediocre quality. Too often the healthy vegetarian choices are limited to options such as rice and fruit, which lack the nutrients and minerals that I need to sustain a healthy body.
  3. Spare time is often scattered throughout the day, due to training sessions, buffet times, drills, laundry visits, and other small jobs that require my attention, and are badly synchronised with one another.
  4. Job time, however, is filled with boredom, as I stand in my photo studio for hours, waiting for hotel guests who don’t even want their photo taken.
  5. Similarly, I am sleep-deprived, because I go to bed after midnight snack time (2 A.M.), but get up around 7 A.M. to enjoy port time, or get ready for work.
  6. Overall, I lack exercise, physically and mentally. I spend six-hour blocks standing in a portrait studio, only interrupted by two short food breaks. My knees hurt really badly as soon as I try to actually bend them. After six weeks my legs joined that club of complainers, because I don’t get to stretch and exercise them often enough.
  7. Internet access is so bad that I rarely get to successfully send an e-mail, particularly when I try to send attachments. It’s also expensive. Which I understand, because otherwise crew would likely abuse the narrow bandwidth provided by the satellite dish; but there are other ways to limit bandwidth that would not make the web experience ridiculously slow and unreliable.
  8. The crew predominantly converses in Italian, Portuguese, or any Balkan language. Barely anyone speaks the Queen’s English, making it difficult to communicate, or at least have a halfway pleasant conversation.
MSC Preciosa 72

Behind all the glamour with ABC Cruises there are rather dirty work practices.

Reasons to remain with ABC Cruises

  1. More trips to Iceland are coming. (With many repetitive Norway cruises in between.)
  2. I could go spot some whales with Stefanie. (But only if I am actually allowed to leave the ship, and spend more than two consecutive hours outside, which there is absolutely no guarantee for.)
  3. Maya Buffet is really tasty, and offers a great choice of unhealthy food items. (But hugely interrupts the flow of the day, because to me it is only available on port days, and only for a narrow time window.)
  4. I learned some interesting things about portrait photography, and would undoubtedly learn more. (But rarely get the opportunity to practice those skills.)
  5. See the world (and watch it through a cubby hole, because we are not allowed to show ourselves aboard the ship when we are not working.)

 

As you can see the list of reasons for staying with ABC Cruises is not only much shorter than the leave-list, it also features hidden obstacles in every positive argument. I am a realistic person, so you would naturally expect a certain degree of negativity, but ABC Cruises really seems to be bent on making you labour and suffer for every positive experience. I just have too many good alternatives to consider any cruise job that is not labelled “musician”. In Germany I could flip burgers full-time, and not only make more money than I did with this multi-Billion-dollar tourism trap, but also have more time for myself, AND spend that time any way I please. The concept of individuality seems so foreign to my former bosses that one wonders if any of them ever was descended from a human being, or whether cruise managers are cultivated in a special lab in Geneva. Given these ludicrous working conditions I made the executive decision to leave ABC Cruises behind.

Invergordon via MSC 2-31

Cruise Photography is dead to me. But maybe it still sounds like a challenging work place to you.

According to our more seasoned colleagues the working conditions aboard this vessel are particularly dreadful, and previous contracts featured better management as well as more spare time. Thus, there is hope that things might improve, if one was to skip ships. Mateja actually has similar doubts about her occupation as I, but she first wants to try a transfer to a different ship before quitting the job completely. I had that option as well, but leaving the ABC RypMeOff was relatively easy for me, compared to other vessels of the same company. Their other ships cruise around the Pacific, or the Atlantic, or make five-day cruises around Japan. That would be interesting to see, but ABC Cruises demands that every employee who terminates their own contract should pay for their own trip home. In Germany that cost is a €50 train ticket. In Japan that would be a €1,000 flight. That means, pulling out early was way cheaper than trying to fumble my way through the peculiarities of a different ship, with a different team and manager.

I have little doubts that this was my last encounter with ABC Cruises, because I put little faith into my application as cruise musician. For the moment, I am just glad to be back home, where I am able to eat and live a healthy life. And photos I take only for pleasure. My own pleasure.

Farewell Cruise Photography

5 Jul low tide at the port of Invergordon, Scotland

I awake from dreamless slumber, knowing about the pleasures that this day holds for me: sweet release from heavily monetised tourism. I try to sneak out of the cabin in order to let the lab technician sleep. However, sneak options are limited, considering that I have to pack up my residual belongings that are scattered throughout this cell, while I also have a pile of laundry that needs to be returned to the Pakistani towel mafia.

First things first – let’s storm the staff mess! Being a clever lad, I bring my camera bag, and fill myself two plastic bags with bred rolls and fruit, and also fill up my water bottle with the apple juice substitute that the buffet personnel provides. Breakfast is as short as ever, for as always the buffet is lacking green vegetables or tasteful marmades. Bread and tea it is, for the last time in a long time.

Vegan breakfast for cruise crew

Farewell weirdly restircted choice of food items!

While I brush my teeth I simultaneously pack up my last things, and cram them into side pockets of coat and bag. I’d love to stuff them into my suitcase, but the latter was sealed shut by security last night, and reopening it would mean another long security check. And so my last little pile of personal belongings has to go into a shopping bag, and I am once more glad to leave the ship in Hamburg, from where I can take the train home, and don’t have to answer intriguing security questions at an airport.

ABC RypMeOff - crew cabin

Farewell tiny cubby!

Victory celebrations are cut short by my mandatory visit to the main office. Even though I am third in line it takes nearly an hour until I finally get to exchange my signed paperwork against my passport and sign-off note. It’s not that complicated a process, but it actually takes some fifty minutes until someone finally feels responsible for the growing line-up of crew members that block the hallway nearly halfway down the length of the corridor. Most of these people have a flight to catch, and it would be in the best interest of ABC personnel to move things along fairly quickly, but apparently nobody planned for this grand departure. In order to maintain order and happiness we decide to stage a hallway party, loudly celebrating our victory over fraudulent job advertisement by yodeling Irish drinking songs and stomping the appropriate rhythm into the metal floor. Since few of my crew members appears to have any positive relationship with rhythmic movement, we quickly have a scene at hand that looks like a friendly gathering, and sounds like a war zone. The terminal result is astonishing, and after nearly an hour of pointless waiting we all get processed fairly quickly.

My last conversation to any regular crew occurs on the gangway, where I meet one of the tourist managers, a mid-aged woman from Germany, whose accent is so thick that I expect her to wear a dirndl made from sausage and pretzels underneath her creased uniform. One of the Brazilian girls actually knuckles into our conversation, and says that she finds it funny to hear us talk in English, when in fact we are both German. The rebuke of my new manager friend includes words like “respect”, and “disgrace”, which are also words that I always thought of employing when talking about those Portuguese and Spanish conversations onboard, but always refrained from, because most of ABC personnel would just refuse comprehension.

I don’t care anymore. All the officers converse mostly in Italian. Most of the managers talk Rumanian. And the crew rarely speaks anything but Macedonian or Purtuguese, which pretty much excludes me from most conversations aboard. A bloody disgrace, if you recall that we are an international tourist hotel, and supposedly converse in English with the majority of our guests. As usual it is up to the Germans to teach the rest of the crew respect. And it’s up to the crew to refuse that lesson.

A good book and nurishing food . great travel combination

A good book and nurishing food . great travel combination

While I sit on a cold bench on the lowest level of Hamburg Central Station, a stiff breeze fluffing my hair, I feel the warmth of freedom and homeland slowly filling my lungs, and spreading out to my hands that grab another muffin from my stuffed photo bag. The two pears and a bag full of chocolate buns are the last physical reminder of this photo adventure. Most of the remaining baggage is emotional, so at this point it would be worthwhile to address everyone’s concerns about me deciding to leave a lucrative job. But I’m not going to; that’s a subject for tomorrow.

Today I celebrate my freedom. With a long train ride home. A good book in one hand, and the other in my bag, searching for more food that I retained from the ABC Staff Mess. Over the past two months I have tried myself on an almost regular job. But no matter how much certain individuals have tried to make my life aboard more comfortable, this adventure was cut short by the daily trudge, the corruption, and the general work attitude of ABC Cruises that values profit over people. This is not a healthy work environment; it’s not a job that I could embrace full time, and certainly not something that makes me happy. Considering what tiny value the company attributed to me, I made the executive decision to leave this job behind.

Mountains of Alesund, Norway

These views are something I will miss. But I am just not willing to pay the ABC Cruise Price for it.

I am German, Academic, Artist, skilled with my hands and my mind. I have other options to acquire money than by grinding my way through a tourist-powered mill, and I pity the people who don’t have my options. My search for employment continues, and if I ever return to the business of cruises, it will be as musician. Tomorrow I will wrap up this whole two-month ordeal with a blog post concerning my deeper considerations of staying or leaving, so that others might benefit from my process of thought. Or just laugh about it. Whatever you prefer.

But today: we celebrate. I’ll make a big Hullabaloo upon returning to my homestead. (My parents have no idea I am on my way home five months early.) I will play with the family dog, eat green vegetables, look out the window, take a nap when I feel sleepy, sit down where other people can see me, and not be bothered by any cruise officer insisting that I should not behave like a human being.

So long people, see you tomorrow for the final summary!